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10 Finger Schreiben Übung: "Der Löwenbändiger" Theodor Tagger

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vollständiger Übungstext

10 Finger Schreiben Übung: "Der Löwenbändiger" Theodor Tagger

chließen und anfangen zu tippen
Er ist im roten Frack mit einem Orden und macht gerecht Verbeugungen nach allen Seiten. Das Publikum, gespannt und einfältig, klatscht in die Hände. Er sieht die lauten Galerien um sich und tausend Menschen, die ihm nie helfen werden. Er sammelt sich und fühlt: sein Kopf steht gut. Die Angst ist fern. Doch wären die tausend Menschen nicht, die lebhaft und selbst ungewollt in diesem Zirkus auf die Dunstwand malen, wie plötzlich er aussähe, zerfleischten ihn die Tiere, und wäre der Direktor nicht, der alles überrechnet, klein, hager, jüdisch und eingebildet Honorare dreht nach dem Applaus, und wäre nicht die nächste Nummer schon wartend hinter dem Samtvorhang voll Staub, und er, Timolnandi, der berühmte Löwenbändiger, auf den Programmen fettgedruckt und zweimal mit schwarzen, weisenden Zeigefingern ergebenst angekündigt, und hielten jetzt nicht plötzlich der Musik dröhnende Blechklänge wie abgeknackst in heißer Luft: er träte einfach ein zu seinen sanften Tieren, versteckte fast die Peitsche, gäbe jedem langsam und klar ein Zeichen und sein Wort, ließe sich nieder auf den Stuhl und schliefe leicht auch und beruhigt ein. Denn diese Welt ist gieriger als der Löwe, und seine Wildheit weckt sie nur immer wieder auf. Wie wurde um den frommen Urwald seines Herzens erst ein Gefängnis eingebaut, und diese Stäbe lassen durch enge Streifen Luft seinen ausschnellenden Schmerz nie sich beruhigen. Immer wieder, wenn schon sein Auge väterlich sich schließen will, eilen auf jener andern Seite Gestalten, reizend; und er liegt im Käfig fest, Sand, nasses Laub und das Strecken der ungeheueren Ebene noch in der Nase. Doch die Manege der Galerien wartet, trampelt und klatscht schon anspruchsvoll, und statt still einzutreten in den Käfig, macht Timolnandi, man verlangt Gefahr zu zeigen, einen Sprung und knallt. Schon kreisen die gallonierten Diener aufgeregt mit großen Stangen und bieten eifrig, eingelernt und ahnungslose Hilfe jedem sichtbar auf der Galerie. Die Löwen liegen träg herum, doch man will Wildheit in den Logen, Verfolgung, Katzensprung und Fellgeruch, Timolnandi weiß es, und er knallt, feixt und springt. Die Löwin sieht ihn ernst und freundlich an, und alle Tiere stehen auf zur Arbeit. Sie machen den Rundgang, der sie wenig unterhält, und geben ihre Gruppenbilder. Der große Löwe auf dem Stuhl öffnet den Schlund mit Furchtbarkeit und wartet gehorsam auf den grellen Pfiff, und schließt ihn wieder. Nun hebt die Löwin seit langem stets nach jenem Pfiff die Tatze, schon hat der Bändiger den Kopf darunter, die Diener bleiben sprungbereit und halten selbst den Atem. Es kommen noch die kunstvollen Figuren, die Pyramide, eine Löwenwendeltreppe, nun kommt noch der verfluchte Peitschenschlag, den jene Bestien mit dem Geld von ihm verlangen, und Timolnandi, tief betroffen, schmerzlich ein jedesmal, gibt einem Löwen mit der Peitsche dieses Opfer eines Hiebs. Der Löwe brüllt und alle andern brüllen, wie fühlt sein Herz mit ihnen ob der Schmach während er springt, fuchtelt und pfeift, die Diener laufen angstvoll und entsetzt zweimal um den Käfig, und das Programm ist aus. Timolnandi läßt den Karren wieder schieben, das Publikum sieht lüstern seinen unberührten Frack, der auch für morgen abend nicht gebügelt werden braucht, und jenes vielsagende Zirkuslächeln auf der Lippe, das ebenso bezahlt wird wie die Schauer gequälter unschuldiger Wildheit, die gefangen ist. Während der Bändiger vor Logen wie vor Galerie, als wären es ausschließlich Fürsten, sich tief verbeugt und ehrfurchtsvoll die Arme breitet, die Hände schaukelt, sich immer wieder streckt und wendet und verbeugt:"Und hinten hab' ich einen Hintern".
 
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